Krishna und die Frauen – Teil 1: Krishna als Kind

Heute Nacht um Mitternacht war also Krishna Jayanthi, Geburt von Krishna, und so wollte ich noch ein paar Krishna-Geschichten erzählen. In Krishnas Leben spielten eigentlich Frauen eine ganz besondere Rolle, sehr viel mehr als bei vielen anderen der göttlichen Inkarnationen. Und insbesondere gab es in Krishnas Leben auch tatsächlich eine Menge an Frauen, die eine besondere Bedeutung hatten. Es begann natürlich mit seiner Mutter, die hieß Devaki. Devaki wörtlich, die Strahlende, die Leuchtende. Aber Krishna hat Devaki eigentlich nur bei seiner Geburt gesehen, schon kurz nach der Geburt musste er woanders hingebracht werden. Wer gestern Nacht hier war, der kann sich daran erinnern, also die Devaki und der Vasudev, die waren ja im Gefängnis festgehalten worden und Kamsa, der Dämon, wollte den Krishna umbringen, so wie er geboren würde. Und im Moment der Geburt von Krishna sind alle Wächter in Schlaf gefallen und die Türen gingen auf und bei der Geburt hatten dann auch Devaki und Vasudev eine Vision und diese Vision führte dazu, dass sie das Baby dann aus dem Gefängnis rausgebracht haben und dann praktisch ausgetauscht haben, Babytausch, bei einem Hirtenstamm, wo ein Mädchen geboren wurde. Und so wurde Krishna dort eben hingebracht und so haben dann Yashoda und Nanda gemeint, dass Krishna ihr Kind wäre und haben Krishna als ihr eigenes Kind erzogen und aufgezogen. Es gab aber noch vorher schon mal eine wichtige Gestalt, eine Frauengestalt. Krishna war ja das achte Kind von Devaki, vorher, das siebte Kind, war ein Mädchen. Und Kamsa, der Dämon, der ja alle Kinder von Devaki umbrachte, weil er diese Prophezeiung gehört hatte, dass ein Kind von Devaki ihn entmachten würde. Der nahm also dieses Mädchen an dem Fuß und wollte es an der Wand zerschmettern. Und im nächsten Moment verwandelte sie sich in Durga und Katyayani und verkündete: „Oh, du Dummkopf, das nächste Baby wird es sein, welches dich entmachten wird.“ Und dann wurde eben auch dieses Baby, dieses Mädchen war jetzt anstatt von Krishna bei Devaki und Vasudev, Kamsa kam und wiederum wollte er dieses Baby umbringen. Und dieses Baby verwandelte sich genau wie das vorige eben in Durga und Katyayani und sagte zu Kamsa: „Es gibt nur eine Möglichkeit, wie du deinen Untergang abwenden kannst, indem du Buße tust, indem du jetzt gut wirst, indem du für deine Missetaten alles tust, um sie wieder gut zu machen.“ Und Kamsa beugte sich dem natürlich nicht. Und so war jetzt Krishna in diesem Hirtenstamm. Und natürlich, jetzt die nächste wichtige Person war Yashoda. Und jetzt die Beziehung zwischen Krishna und Yashoda war eine ganz interessante. Yashoda liebte natürlich Krishna über alles, zum anderen war aber auch Krishna ein richtiger Lausbub, der alle möglichen Streiche machte, vor allen Dingen auch Süßigkeiten liebte und immer wieder wegrannte. Und er hatte auch so eine ganze Clique um sich, die er dann auch dazu brachte, irgendwo abzuhauen oder sich im Wald zu verstecken. So war Krishna zum einen ein Lausbub, aber zum anderen zeigte er auch immer wieder Zeichen seiner größeren Fähigkeiten. Und eines Tages wollte die Yashoda mal den Krishna einfach Zuhause lassen. Sie hatte irgendwie die Nase voll von diesem ungezogenen Bub. Und so band sie den Krishna an einen großen Mörser, so ein richtig großer, den nur ein paar erwachsene Männer tagen konnten, und so wurde Krishna an der Hüfte festgebunden und das wurde an dem Mörser festgebunden und dann ging die Yashoda weg. Und Krishna war immer noch so ein Krabbelkind, der krabbelte dann aus der Tür und der Mörser verfing sich in der Tür, Krishna krabbelte weiter, das ganze Haus stürzte ein. Krishna krabbelte weiter bis irgendwo der Mörser zwischen zwei großen Bäumen dort sich festhakte. Krishna krabbelte weiter, beide Bäume fielen um, und aus den Bäumen kamen dann zwei Devas, zwei Engelswesen, die in einer früheren Inkarnation Heilige gewesen waren, die sich aber irgendwo dumm benommen hatten und deshalb zur Buße in diesem Leben als Baum wiedergeboren würden und erst die Berührung von Vishnu würde sie wieder erlösen davon. Und so war das alles wie ein göttliches Spiel. Und natürlich, das ganze Dorf lief zusammen, als diese riesigen Bäume dort runterfielen und dann diese Engelswesen dort mit Licht am Himmel erschienen. So gab Krishna immer wieder solche Beispiele von seiner außergewöhnlichen Fähigkeit.

 

(Niederschrift eines Vortrags während Krishna Jayanthi. Von Sukadev Bretz)

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