Shiva, unser reines Bewußtsein

Nächster Aspekt, Shiva. Shiva, der Zerstörer, wie es oft heißt. Er ist auch der Asket, der sich von allem zurückzieht. Shiva steht auch dafür, dass wir immer wieder Phasen brauchen, wo wir uns nach innen zurückziehen, loslassen. Nicht umsonst ist in der westlichen Kultur die Depression so weit verbreitet. Ich habe vor kurzem eine Hörsendung gehört, wo gesagt wurde, es gibt Kulturen, da ist Depression vollkommen unbekannt, gibt es nicht, es gibt auch kein Wort dafür, gibt es einfach nicht. Und was da auch dabei ist, diese Kulturen haben auch Zeiten der Zurückgezogenheit und der Ruhe. Und letztlich, wenn man diese Zeiten sich vielleicht nicht im richtigen Moment gönnt als Meditation, dann kann vielleicht das andere irgendwann entstehen. Und es gibt natürlich noch viel mehr, was dazu zu sagen wäre. Aber jedenfalls, Shiva symbolisiert, es ist notwendig, ab und zu mal für sich zu sein. Shiva hat auch eine Schlange um sich. Die Schlange symbolisiert auch die Schlangenkraft. Shiva gilt auch als der Urherr des Kundalini Yoga, zusammen mit Durga und Kali, alle tantrischen Praktiken, wo es darum geht, die Energie nach oben bringen. Shiva hat auch die Japa Mala als Symbol für das Mantra. Er hat auch die Trommel und auch den Dreizack als Symbol der Zerstörung aller Dreiheiten. Er ruht auf einem Tigerfell als Symbol der Überwindung der Negativitäten und der niederen Natur und ihrer Transformation. Als Hatha Yogi hat er hier einen strahlenden Bauch, Sonnenenergie, und die Mondenergie hier. Und auch kommt aus seinem Ko0pf die Ganga, was symbolisiert, Shiva und Shakti. Shiva ist auch Nataraj, der Tänzer, und damit die Vergänglichkeit in der Welt, alles, was einen Beginn hat, hat auch ein Ende. Obwohl Shiva als Asket gilt, ist er auch Familienvater, mit Parvati und Ganesha. Shiva und Parvati – um diese beiden Aspekte ranken sich viele Erzählungen. Was auch immer heißt, ein voll gelebtes Leben hat verschiedene Aspekte. Und dann seht ihr auch noch hier Shiva Lingam als Symbol für Shiva, letztlich die Verbindung des Irdischen mit dem Himmlischen, auch als Symbol der Aufgabe des Menschen. Ein meditierender Mensch sieht von weitem betrachtet auch so aus, und der Mensch ist der Mittler zwischen Erde und Himmel.

Fortsetzung folgt –

Niederschrift eines Mitschnittes eines Vortrags mit Sukadev Bretz.  nach Meditation und Mantra-Singen im Rahmen eines Satsangs bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier einige Weiterführende Links:

Ø      Indische Götter

Ø      Was sind Mantras?

Ø      Hinduismus

Ø      Kirtan – Mantra-Singen: Mit Videos und mp3 Audios, alles kostenlos

Ø      Seminare zum Thema Mantra-Singen und indische Musik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.