Shiva Geschichten

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Shiva_Painting_by_NarayaniGeschichten um Shiva -mystisch und inspirierend. Wer ist Shiva? Was ist die Bedeutung von Shiva? Shiva ist ja ein sehr komplexer Aspekt Gottes. Shiva ist das Höchste Bewusstsein, also Brahman. Shiva ist der Zerstörer. Shiva ist Nataraj, der Kosmische Tänzer. Shiva ist auch der Shambhu, der Liebevolle, Shankara, der Gütige, der Wohltäter. Sukadev erzählt in diesem Podcast einige Geschichten über Shiva – und wie man durch Hingabe an Shiva Bhakti, Gottesliebe und Jnana, höchste Weisheit, erreicht.

Hanuman Geschichten

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Hanuman stehend in GrautönenHanuman Geschichten sind immer wieder inspirierend und erhebend. Es gibt so viele wunderbare Hanuman Geschichten. Hier erfährst du, wie Hanuman einen Dämonen vor Rama geschützt hat. Wie Hanuman Felsen schwimmen ließ, damit damit eine Brücke gebaut werden konnte. Und Sukadev erzählt, wie man Hanuman verstehen kann – und wie du den Hanuman Aspekt in dir kultivieren kannst. Hanuman gilt als der großartige Bhakta – wir alle können davon lernen und dadurch wachsen. In den Hanuman Geschichten spielen manchmal auch die Asuras (Dämonen) und die Devas (Engel) eine wichtige Rolle – wenn auch weniger in den Geschichten, die Sukadev hier erzählt.

Shiva und Swami Vishnu-devananda

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ShivaWer oder was ist Shiva? Dazu bekommst du in diesem Blog und in dieser Podcastreihe immer wieder neue Anregungen und Denkanstöße. Shiva hat so viele Aspekte: Shiva ist das Kosmische Bewusstsein – also eins mit Brahman. Als Shiva Nataraj ist er der Kosmische Tänzer – und steht für den Tanz des Universums. Shiva sitzt in Meditation – und ist damit der Ur-Yogi. Über diese und weitere Aspekte von Shiva spricht Sukadev in diesem Podcast. Er spricht insbesondere darüber, wie er in seinem Meister, Swami Vishnu-devananda, eine Verkörperung von Shiva gesehen hat. Das ist jetzt nicht als „Avatar“ zu verstehen. Vielmehr hatte Swami Vishnu-devananda die Eigenschaften von Shiva im Alltag gelebt – und damit gelehrt.

Sati, Shivas erste Gemahlin und Daksha

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Shiva gilt als der Asket – dennoch hatte er eine Frau, bzw. sogar mehrere Frauen. Durga und Kali gelten als weibliche Aspekte von Shiva. Sati gilt als seine erste Frau. Wie es kam, dass Sati und Shiva ein Paar wurden, und wie Sati dann diese Erdebene verlassen hat, das erfährst du hier in diesem Indische-Götter-Podcast. Dabei spielt auch Daksha eine große Rolle, der Vater von Sati. Daksha gilt als Sohn von Brahma, dem Schöpfer und als erster König auf Erden – mindestens laut Shiva Purana. Shiva und ParvatiÜbrigens: Sati inkarnierte sich später wieder als Parvati – und blieb dann dauerhaft Shivas Gemahlin.

Parvati – Gemahlin von Shiva

Shiva_Parvati_GaneshaOh Devi! Du Glückverheißende, Spenderin von Erfolg und Wohlstand, wir knien vor Dir nieder! Lass Frieden und Freundschaft auf uns herab regnen und beschütze uns mehr denn je durch Deinen gütigen, erbarmungsvollen Blick!

Parvati ist die Tochter von Himavan, dem König von Parvatas. Sie ist die Gemahlin bzw. Shakti von Gott Shiva. Sie ist die Matrix des Universums. Sie ist der Ausdruck von Brahman. Sie ist nicht nur Loka-Mata oder Erdenmutter, sondern auch Brahma-Vidya. Einer Ihrer Namen ist Shivajnana-Pradayini. Sie wird auch Shivaduti, Shivaradhya und Shivankari genannt.

Die Gnade der Devi ist ein unerlässlicher Faktor für das Erreichen von Gottesverwirklichung. Parvati oder Shakti ist alles in allem. Du musst die Shakti durch Yoga erwecken. Dann wird dich die Gnade der Shakti zur Gottesverwirklichung führen und zur endgültigen Befreiung, zu unendlicher, ewiger und höchster Wonne.

Die ruhmreiche Geschichte von Parvati wird ausführlich in dem Maheshvara Kanda in den Skanda Purana erzählt. In dieser Geschichte geht es darum wie Shiva und Parvati zusammen gekommen sind.  Sati, die Tochter von Daksha Prajapati (er war der Sohn Brahmas), wurde mit Gott Shiva vermählt. Daksha aber mochte seinen Schwiegersohn nicht wegen seiner seltsamen Gestalt, seiner ungewöhnlichen Manieren und merkwürdigen Angewohnheiten. Daksha brachte ein Opfer, zu dem er aber nicht seine Tochter und den Schwiegersohn einlud. Sati spürte die Kränkung und fragte um seine Gründe. Er gab ihr eine unangenehme Antwort. Darüber geriet Sati sehr in Aufruhr. Sie wollte nicht mehr seine Tochter genannt werden. Sie wollte lieber verbrennen, um wieder als Parvati geboren zu werden und dann Shiva zu heiraten. Durch ihre Yogakraft ließ sie ein Feuer entstehen und zerstörte sich in diesem Yoga-Agni.

Gott Shiva schickte Virabhadra. Er zerstörte das Opfer und jagte alle Devas davon, die sich hier versammelt hatten. Er schlug Daksha den Kopf ab und warf ihn in das Feuer. Dann nahm er, auf Geheiß Brahmas, einen Ziegenkopf und steckte ihn auf den Körper des Daksha.

Shiva kehrte in den Himalaya zurück, um Buße zu tun. Der Dämon Taraka hatte von Brahma die Gnade erhalten, dass er nur durch die Hand des Sohnes von Shiva und Parvati getötet werden könnte. Daher hatten die Devas von Himavan gefordert, Sati als Tochter anzunehmen. Und Himavan stimmte zu. Sati wurde als Parvati geboren, der Tochter von Himavan. Sie diente Gott Shiva während seiner Zeit der Buße und verehrte Ihn. Gott Shiva heiratete Parvati.

Narada begab sich zum Berg Kailash und sah dort Shiva und Parvati vereint in einem Körper, halb Mann, halb Frau, in der Gestalt von Ardhanarishvara. Er wollte ihr Würfelspiel beobachten. Shiva sagte, dass er gewonnen hätte. Und Parvati behauptete, dass sie die Gewinnerin sei. Es gab einen Streit. Shiva zog sich zurück um Entsagung zu praktizieren. Parvati dagegen nahm die Gestalt einer Jägerin an und traf so Shiva. Dieser verliebte sich in die Jägerin und ging mit ihr zu ihrem Vater, um um ihre Hand anzuhalten. Narada klärte Shiva auf, dass die Jägerin Parvati sei und forderte sie auf, sich bei Shiva zu entschuldigen. So wurden sie wieder vereint.

Dann nahm Shiva die Form des Berges Arunachala an. Er überwältigte den Stolz von Brahma und Vishnu, die über ihre relative Großartikeit stritten. Arunachala ist ein Tejolinga. Parvati sah Shiva als Arunachala-Ishvara. Shiva nahm Parvati wieder an seine Seite und machte sie wieder zur Ardhanari.

Asura Taraka unterdrückte die Devas stark. Mahi Sagara Sangama Kshetra war sein Mittel. Subrahmanya, der zweite Sohn Parvatis, tötete Asura am siebten Tag seiner Geburt.

Parvati gebar zu ihrer Freude ein Kind mit dem Gesicht eines Elefanten. Es war Ganesha. Er wurde zu der Gottheit, die für alle Wesen die Hindernisse aus dem Weg räumt. Eines Tages bot Shiva jenem seiner Kinder eine Belohnung an, das zuerst einmal um die Welt ginge. Subrahmanya machte sich sofort auf, die Welt zu umrunden. Ganesha umrundete seinen Vater Shiva, den Maha Linga, der das ganze Universum beinhaltet, und erhielt die Belohnung.

Parvati hatte dunkle Haut. Eines Tages machte Shiva eine neckische Bemerkung über ihre Hautfarbe. Sie war von Shivas Bemerkung sehr getroffen. Sie ging für Tapas in den Himalaya. Sie bekam eine wunderschöne Hautfarbe und wurde von da an Gauri genannt. Durch Brahmas Gnade kam Gauri zu Shiva als Ardhanarisvara.

Eines Tages trat Parvati hinter Shiva und hielt ihm die Augen zu. Das ganze Universum verlor Leben und Licht. Shiva befahl Parvati Buße zu tun, um ihre Dummheit wieder gut zu machen. Sie ging nach Kanchi (Kanjivaram) und büßte rigoros. Shiva schuf eine Überschwemmung. Der Shiva Linga, dem Parvati huldigte, war kurz davor, weggeschwemmt zu werden. Sie klammerte sich an den Linga. Der Linga blieb an dieser Stelle als Ekambaresvara. Sie blieb dort als Kamakshi zum Wohle der Welt.

Parvati ist immer als Shakti mit Shiva vereint. Sie ist die göttliche Mutter dieses Universums. Sie bringt Weisheit und Gnade über ihre Anhänger und vereint sie mit Gott. Gegrüßt seien Parvati und Shiva, die wahren Eltern aller Wesen.

Rudra

Rudra ist ein besonders geheimnisvoller Aspekt Gottes. Schon in den Veden wird Rudra immer wieder erwähnt. Es ranken sich viele Mythen um Rudra. Swami Sivananda hat Folgendes geschrieben in seinem Buch „All About Hinduism“:

Einige unwissende Menschen denken, dass Rudra eine bösartige und schreckliche Gottheit sei, die Zerstörung verursacht. Sie glauben, dass Rudra ein Gott der Strafe sei. Das ist nicht der Fall. Rudra ist der Gott, der Wohlstand verleiht und Leiden zerstört. Er ist eine mildtätige Gottheit, die Glück, Nachkommen und Vieh verleiht. Er ist der Überbringer oder die Quelle des Wohlstands.

Shiva oder Rudra bedeutet: Der, der Sünden oder Leid auslöscht. Die Namen Bhava, Sarva, Pashupati, Ugra, Mahadeva, Ishana und Asani werden auch für  Rudra verwendet. Pasupati bedeutet Herr oder Beschützer des Viehs.

In den Veden findet man Gebete wie: „Oh Rudra! Möge unsere Nachkommenschaft wachsen“. „Ihr, O Rudra, seid das höchste aller Wesen, der Stärkste der Starken, der, der über die Gewitter herrscht; schützt uns, bringt uns glücklich durch alles Unheil und treibt alles Böse fort“. „Befreit uns von allen Sünden, die wir begangen haben.“ Somit ist Rudra kein Gott der Furcht, sondern ein Quell von Wohlstand und Wohlergehen. Er ist der eine Herr des Universums.

Rudra ist das Vorbild der Bettelmönche, denn Rudra allein wird, unter allen Gottheiten, in den Schriften als der Bettelmöch-Gott beschrieben. In der Rigveda wird er als Besitzer eines Kamandalu, dem Wasserkessel eines Asketen, beschreiben.

In der Svetashvatara Upanishad, Kapitel 3, findet man: „Es gibt den einen Rudra, der allein die Welt mit seiner Macht regiert. Es gibt niemanden neben ihm, der ihm ebenbürtig ist. Er ist in den Herzen aller Wesen gegenwärtig. Er schafft alle Welten, erhält sie und löst sie schließlich wieder in sich auf.“

Rudra steht hier für Brahman oder das höchste Selbst, das Unendliche oder das Absolute.

Rudra, wird, nach dem er alle Objekte geschaffen hat, am Ende der Zeit alle wieder vereinen oder in sich aufnehmen. Dies ist kosmisches Pralaya oder Auflösung.

Rudra ist auch der destruktive Aspekt von Shiva. In der kosmischen Hierarchie gibt es elf Rudras. Spirituell gesehen stehen sie für die fünf Pranas, die fünf Upapranas und den Geist. Hanuman ist ausschließlich ein Aspekt von Rudra.

Im Shiva-Purana ist Rudra ein anderer Name für Shiva. Rudra ist der, der die Sünden zerstört, das Elend seiner Verehrer entfernt und ihnen Weisheit und Freude verleiht. Rudra ist der Antaryamin oder Bewohner aller Wesen. Er beobachtet still alle Handlungen und Gedanken der Menschen und verteilt die Früchte ihrer Handlungen.

„Der eine Gott, der seine Augen, sein Antlitz, seine Arme und Füße in allen Orten hat, schafft Himmel und Erde und schmiedet sie zusammen mit seinen Armen und Flügeln.“

Möge Rudra, der Schöpfer und Näherer der Götter, der große Seher, der Herr von Allem, der den Hiranyagarbha schuf, uns mit einem guten und reinen Geist versehen.

„Rudra, mit Eurer Gestalt, die glückverheißend und nicht fürchterlich ist, die sich im Heiligen manifestiert, in Eurer geheiligten Form, erscheint uns, der Ihr (als Asket, Anm. d. Übers) in den Bergen wohnt.“

Die drei Phasen des Lebens von Hanuman

Morgen ist also Hanuman Jayanthi, der Geburtstag von Hanuman. Hanuman, als Inkarnation von Shiva, als Verehrer von Rama und als eine der Archetypen des spirituellen Suchers. Auf eine gewisse Weise ist Hanuman auch etwas sehr Modernes. Hanuman hat nämlich drei verschiedene Lebensphasen und die erste der Lebensphasen, kann man sagen, symbolisiert die Kraft von Hatha Yoga und Pranayama. Die zweite der Lebensphasen symbolisiert Bhakti Yoga, Hingabe. Und die dritte symbolisiert Jnana Yoga, nämlich Weisheit, Erkenntnis. Und für sehr viele Menschen, die hier sitzen, ist vielleicht dieser Weg auch einer, den sie in ihrer spirituellen Entwicklung entweder so gegangen sind oder ähnlich gehen oder gehen werden.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Vortrags mit Sukadev Bretz.  nach Meditation und Mantra-Singen im Rahmen eines Satsangs bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier einige Weiterführende Links:

Ø      Indische Götter

Ø      Was sind Mantras?

Ø      Hinduismus

Ø      Kirtan – Mantra-Singen: Mit Videos und mp3 Audios, alles kostenlos

Ø      Seminare zum Thema Mantra-Singen und indische Musik

Shiva in der Yoga Psychologie

Shiva hat viele Bedeutungen. Shiva kann in der Yoga Psychologie auch als Aspekte des Menschseins gesehen werden:

  • Shiva im Meditativen symbolisiert das Höchste Selbst – das was jenseits der Psyche ist
  • Shiva als Nataraj, als Kosmischer Tänzer, symbolisiert die menschliche Kreativität, Spontanität, die Emotionen, das Ausdrucksvermögen
  • Shiva als Gemahl von Parvati symbolisiert das Männliche Prinzip. Shiva und Parvati symbolisieren die Einheit der Polaritäten
  • Shiva als der Zerstörer symbolisiert die Kraft, das Alte loszulassen – die innere Psyche, die Bekanntes vernichten will, um Platz für Neues zu machen
  • Shiva als der Urherr des Yoga symbolisiert alle Praktiken sowie den im Menschen innewohnenden Wunsch nach Transzendenz

 

Shiva und Sonne und Mond

Natürlich, Shiva hat auch noch einen Halbmond und er hat einen recht strahlenden Bauch. Und der Bauch symbolisiert die Sonnenenergie, Halbmond symbolisiert logischerweise die Mondenergie und Hatha Yoga heißt ja auch, Gleichgewicht von Sonne und Mond. Und das steht zum einen für die Hatha Yoga Praktiken, es steht aber auch dafür, dass man als Aspirant sowohl in der Lage sein kann, aktiv etwas zu tun, Sonnenenergie in den Alltag zu bringen, als auch mal loszulassen und geduldig zu sein und geschehen zu lassen, Intellekt benutzen und Intuition, mal Dinge wirklich umzusetzen und offen zu sein für Neues. Also diese Polaritäten stehen auch für Shiva.

Shiva und die Schlangen

Und dann finden wir auch bei Shiva Schlangen. Und in der christlich-jüdischen Tradition gilt Schlange als etwas Bedrohliches, als etwas Schlimmes. Wir finden genügend, ich glaube, der Heilige Georg ist der Drachentöter und der Sigfried ist auch der Drachentöter. Letztes Jahr war ja das Varusjahr und da habe ich da mehrere Artikel gelesen, die sagen, Aminius war eigentlich Sigfried gewesen und ein lokaler Bezug hier – hier gibt es auch das Hermanns-Denkmal – auch dort, Drachentöter. Das ist ein Aspekt. In dem Sinne kann die Schlange etwas sein, was uns irgendwo in falsche Richtungen bringt. Aber die Schlange steht auch für anderes. Die Schlange steht auch für alle Kräfte in uns. Manchmal wird die Schlange gesehen als die Emotionen, manchmal wird Schlange gesehen als das Unterbewusstsein, manchmal werden die Schlangen gesehen für alles Mögliche, was im Unterbewusstsein ist und was sich positiv wie auch weniger positiv äußern kann. Und wir finden auch in der griechischen Mythologie z.B. den Äskulapstab, ursprünglich mit zwei Schlangen und in der Mitte den Stab. Symbolisch, könnte man sagen, für Ida und Pingala, zwei Grundkräfte, die Sonnenenergie und die Mondenergie. Und Ida und Pingala als Schlangen, symbolisiert Schlange eben auch als Kräfte. Dann finden wir bei den Chinesen den Drachen. In der christlichen Mythologie ist immer der Drache der Böse, der getötet werden muss. In China ist es anders, da gibt es den goldenen Drachen der Weisheit. Vielleicht hat jemand von euch auch schon mal „Die wilde Dreizehn“ oder „Jim Kopf und Lukas, der Lokomotivführer“ gelesen oder in der Augsburger Puppenkiste gesehen. Und dort wird auch plötzlich aus dem Drachen Mazahn oder so ähnlich. Es ist schon lange her. Und nachher wird aus diesem Drachen der goldene Drache der Weisheit. Und aus den wilden Dreizehn, plötzlich kommt raus, es sind eigentlich nur zwölf, das haben die nie gemerkt, und dann wurden sie plötzlich die Beschützer des Heiligen Grals oder sowas Ähnliches. Also jedenfalls, sie wurden transformiert. Und so, das, was erst bedrohlich sein kann, kann dann plötzlich etwas sehr Großartiges sein. Und so finden wir auch im Yoga natürlich die Kundalini-Schlange, die als Symbol steht für die Erweckung der kosmischen Energie in uns, als der Shakti, welche dann zurückstrebt nach dem Höchsten. Und die Kundalini kann wie eine Schlange, eine Schlange kann lange schlafen, aufgerollt, und dann plötzlich nach oben gehen. Und so ähnlich, die Energie in uns kann lange Zeit ruhig bleiben, und dann kann sie nach oben kommen und uns immer schönere und großartigere und weitere Erfahrungen schenken. So steht die Schlange insbesondere auch für Kundalini Yoga, sie steht auch für fortgeschrittenes Hatha Yoga, für Pranayama. Und hier, nicht umsonst ist eben die Kundalini relativ weit oben. Es gibt auch noch eine weitere Symbolik für die Schlange. Das ist vielleicht eine mehr Bhakti-Symbolik. Die Schlange ist normalerweise immer unten und im Dreck, sie hat noch nicht mal Füße, um sich von dem Boden abzuheben, muss also durch die Erde schleichen, dennoch, Shiva nimmt sie auf. Und so sagt man bhaktimäßig, Gott nimmt auch die niedrigsten der Geschöpfe auf. Und selbst wenn wir uns manchmal nichtsnutzig vorkommen, selbst wenn wir manchmal denken, „ich bin nicht gut genug und ich bin es nicht wert“, Gott nimmt jeden. Das ist die gleiche Symbolik wie Jesus, der sagt: „Kommet her, die ihr mühselig und belastet seid, ich werde euch erquicken.“ Kann jemand das Zitat richtig? „ Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch erquicken.“ Das ist die gleiche Symbolik hier, diese Bhakti-Symbolik, Gott nimmt alle an. Wir brauchen nicht großartig einen guten Ruf zu haben, wir brauchen nicht toll zu sein, wir brauchen nichts Großartiges hergeben, wir brauchen uns bloß an Gott anzuschmiegen, uns zu Gott hinzubewegen, wir brauchen bloß Gott um Segen zu bitten, und dann nimmt er uns an. Jetzt muss ich gerade an eine Weihnachtsgeschichte denken. So ähnlich wie Rudolf, das rotnasige Rentier, und dann ist der Nikolaus, wird dann wie… Vielleicht komme ich gerade darauf, weil es so schneit. Und gerade heute Nachmittag hat der Maheshwara mir eine Mail geschickt und hat gesagt, im Westerwald schneit es und schneit es und schneit es. Und er hofft, dass sie bis morgen wieder aus dem Tal herauskommen, dass die Gäste wieder nach Hause kommen können und wieder anreisen. Es scheint gerade dort in Westdeutschland, scheinen vierzig Zentimeter Schnee gefallen zu sein. Also auch hier, jemand, der eine scheinbar schlechte Eigenschaft hatte, die Nase war zu rot, ist nachher doch eine positive. Oder auch, ihr kennt alle die Geschichte vom hässlichen Entlein, das sich nachher als Schwan entpuppt hat. Oder es gibt die Geschichte von einem, der einen Vogel gekauft hat, und zwar einen Adler, und der dann irgendwie gedacht hat: „Jetzt muss ich dem die Krallen und den Schnabel abschneiden, damit er aussieht wie ein gescheiter Vogel.“ Hoffen wir, dass er es nicht gemacht hat, aber es ist eine Parabel, die man manchmal liest. Und so, Gott nimmt uns an, wie wir sind, und macht oft aus unseren scheinbaren Schwächen, zeigt er uns, das sind Stärken. Und hier können wir uns ganz an Gott wenden.

Shiva, Schutz-Patron der Meditation

Shiva ist dann eben auch der Meditierende. Shiva steht dann auch dafür, dass man wirklich tief nach innen geht, dass man sich auch zurückzieht von all diesen Veränderungen. Natürlich, es gilt auch, in die Veränderungen hineinzugehen, es gilt, den Tanz des Lebens mitzutanzen, es gilt, letztlich die göttliche Gegenwart in all den Veränderungen zu spüren. Und dann können wir aber sehen, auf einer anderen Ebene bleiben wir tief in uns. In einer anderen Ebene sind wir verbunden mit dem Göttlichen. Und so ist eben Shiva inmitten von all diesen Attributen, die dort sind, sitzt er vollkommen ruhig und bewegungslos. Shiva hat noch weitere Attribute und Shiva gilt auch als der Uryogi. Uryogi in verschiedenster Hinsicht. Zum einen seht ihr dort, in seiner linken vorderen Hand hat er eine Japa Mala. Er hat sie ausgerechnet links, eigentlich hat man die rechts. Er hat sie sogar rechts. Es gibt auch ein Bild, wo man auch Shiva mit links sieht. Es ist doch gut, dass er sie rechts hier hat, denn eigentlich, die rechte Hand ist das, was man für das Spirituelle nimmt, aber es gibt vereinzelte Bilder, da hat man es links, und das soll heißen, es ist zwar gut, auf eine Form zu achten, aber man soll nicht an der Form hängen. Und jetzt dieses Japa Mala steht für die Kraft des Mantras. Shiva steht auch, dass man intensiv praktiziert. Also, man praktiziert eben mit der Japa Mala, symbolisiert Mantrawiederholung. Dann seht ihr, unter dem rechten Arm von Shiva ist auch so ein Yoga Danda, wo der Arm abgestützt ist. Der wird auch im Hatha Yoga zum Teil genutzt, um das linke und rechte Nasenloch zu öffnen, was wir auch in der Wechselatmung machen durch das Pranayama. Und so steht dieser Stock auch symbolisch für Pranayama.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Shiva als der Veränderer, der Tänzer

Shiva steht aber auch für die ständige Veränderung. Und dort könnt ihr dort oben rechts von euch, oben links von ihm aus, nicht nur den Dreizack sehen, sondern da seht ihr auch diese Trommel. Und Trommel ist Klang und diese Dameru Trommel wird sehr laut gespielt. Rukmini freut sich, dass wir die hier nicht haben, denn die ist schon sehr laut. Es hängt aber auch davon ab, in welchem Kontext und wo usw. Also jedenfalls, diese Dameru Trommel ist etwas, was für Veränderung, für Klang steht, und alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Auch das gilt es, anzusehen. Eine bekannte Darstellung von Shiva ist ja auch als tanzender Shiva. Und da tanzt Shiva und da heißt es, ein Bein hebt sich, eine Welt wird geschaffen, ein Bein senkt sich und die Welt wird vernichtet. Und Shiva tanzt z.B. mit Kali und Kali tanzt mit. Und der Dämon, manchmal sieht man dort unter Shiva so eine Gestalt, so einen Dämon, der tanzt nicht mit. Weil er nicht mittanzt, tanzt Shiva auf ihm herum. Und so ähnlich, wenn wir den Tanz der Veränderungen mitmachen und wenn wir irgendwo erkennen, Gott tanzt mit uns, und wir bleiben an nichts haften, wir bleiben an nichts verhaftet, dann ist das Leben wie ein Tanz und da ist man mal oben und mal unten, ist mal schöner und mal weniger schön vielleicht, aber es ist ein Tanz, der immer weitergeht. Gut, und realistisch gesehen, ab und zu mal wollen wir das nicht mehr, wollen uns verkriechen und dann tanzt Gott über uns weg. Und dann ist er aber freundlich, erinnert euch, auch da bleibt Shiva immer Shiva, also liebevoll und gütig. Und indem wir das machen, spüren wir wieder diese göttliche Gegenwart. Und dann wird aus diesem Tanz plötzlich die Meditation.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

 

Shiva als der Liebevolle

Aber Shiva heißt auch, der Liebevolle. Shiva wörtlich heißt übrigens, der Liebevolle, der Gütige und der Glücksverheißende. Das ist eigentlich interessant. Und damit gilt, dieses Arbeiten an sich und auch das Loslösen von Verhaftungen, auch das Überwinden von Negativitäten, das muss man immer auch mit Liebe tun, das muss man mit Güte tun und das ist auch etwas Glücksverheißendes. Das sollte man nicht mit Verkrampfung oder so etwas angehen und auch nicht selbstzerstörerisch. Es gibt zu viele Menschen, die sich ständig schlecht machen. Und so steht Shiva, dass das ein liebevoller Umgang ist.

Shiva, Aspekte des Göttlichen

Ich möchte heute Abend etwas erzählen über Shiva. Shiva ist ein Aspekt des Göttlichen, welcher besonders in zwölf Tagen verehrt wird, am Donnerstag in acht Tagen, um genau zu sein. Da ist Shivaratri, die heilige Nacht des Shiva. Und Shiva ist ein sehr umfassender Aspekt der Wahrheit. Letztlich muss man ja sehen, im Yoga geht man ja nicht davon aus, dass es verschiedene Götter gibt oder verschiedene Wahrheiten, es gibt eine kosmische allumfassende Wahrheit, aber es gibt verschiedene Weisen, wie man sich dieser Wahrheit nähern kann. Und man kann zuerst mal die Wahrheit sehen als unendlich, abstrakt, ewig, unbegreiflich, jenseits von allem Verständlichen. Man kann es dann Brahman nennen. Oder man kann sagen, Gott ist die göttliche Mutter, sie kümmert sich um alles, gibt mir alles, was ich brauche. Wenn ich in die Natur gehe und dort die Bäume anschaue und wenn ich den Himmel anschaue und wenn ich dort den Bach plätschern höre, dann weiß ich, ja, da ist die göttliche Mutter. Und wenn ich esse und überlege, diese Großartigkeit, man isst, und es gibt all das, was wir brauchen, und es schmeckt und es nährt und wir wachsen und können gesund bleiben, können wir voller Dankbarkeit und Ehrerbietung sein. Oder wir können auch anfangen, Gott zu sehen als Krishna. Er spielt mit der Flöte, so wie ihr dort seht, er lächelt so, manchmal sieht er auch noch etwas schalkhafter aus. Und so ähnlich wie, Gott führt uns manchmal so ein bisschen an der Nase herum, er macht mit uns seine Spielchen und dann verlieren wir uns in irgendwelchen überflüssigen Streitigkeiten und danach muss man über sich selbst lachen – hoffentlich kann man über sich selbst lachen – das ist eine typische Krishna-Eigenschaft. Und dann genießt man wieder, wie schön doch alles ist, wenn man das Ganze als ein Spiel ansieht, das die verschiedensten Herausforderungen hat. Wir können Gott sehen wie Saraswati. Saraswati, die Göttin der Künste, von allem Schönen, von allem Guten, von allem Kreativen in den Künsten. Gerade vorher, wir haben ja ein so wunderschönes Mantra Singen gehört und wir fühlen, wie das ganz zu Herzen geht, und dann kann man sagen, da ist Gott zu spüren. Oder wenn wir ein schönes Gemälde sehen oder so vieles, was Menschen Wunderbares machen, was die Natur Wunderbares macht, so können wir Gott sehen. Aber egal, ob wir Gott jetzt zunächst wie Saraswati oder wie Brahman, unbegreiflich, oder wie die göttliche Mutter oder Krishna, Lebensfreude, Liebe, Schalkhaftes sehen, es bleibt immer der gleiche. Und wann immer wir tiefer in einen Aspekt hineingehen, finden wir immer alle Aspekte drin. Und so ist es letztlich auch mit Shiva. Shiva, wird meistens gesagt, er ist der Zerstörer. Mögen wir nicht, oder? Saraswati ist nett, die ist schöpferisch, Vishnu ist auch nett, hält Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, aber Shiva, der zerstört alles. Das ist ein Aspekt. Und natürlich, das Auflösen ist auch wichtig, das Zerstören, denn angenommen, es würde nichts zerstört werden, dann könnte auch nichts Neues passieren. Z.B. jetzt werde ich gerade shivamäßig aktiv, ich zerstöre den Wasserinhalt dieses Glases. Habt ihr das gesehen? Ich betätige mich gerade als Shiva. Nochmal. Dadurch, dass ich jetzt das Wasser in diesem Glas zerstöre, schaffe ich irgendwelche Flüssigkeit in diesem Körper, ich schaffe nachher Flüssigkeit außerhalb dieses Körpers und ich erhalte das Leben dieses Körpers. Aber dazu muss irgendetwas auch zerstört werden. Oder wenn wir natürlich auch jetzt in unser spirituelles Wachstum gehen und die ganzen göttlichen Aspekte symbolisieren ja auch etwas, was wir selbst tun müssen, dazu gehört auch, dass wir an uns arbeiten und dass wir auch etwas loslassen. Wenn wir nicht loslassen, dann sind wir so wie eine Kanurudergruppe. Wer letzten oder vorletzten Samstag hier war, ich habe da so eine Geschichte erzählt. Es gab da so eine Gruppe, die sind mit dem Boot irgendwo hin gefahren, in die große Stadt, und dort am Abend haben sie sich ein bisschen betrunken und dann wollten sie zurückfahren mit dem Boot und haben gerudert und gerudert und gerudert und am nächsten Morgen waren sie genau an der gleichen Stelle geblieben. Warum? Sie haben das Tau nicht vom Ufer weggenommen. So machen wir das manchmal. Wir halten unser Tau fest und rudern und rudern und rudern und wundern uns, dass wir nirgendwo hinkommen. Manchmal ist die Ruderkraft des Yoga so stark, dass die Taue dann auch reißen, und auch ohne, dass wir sie formell gekappt haben, sie von selbst verschwinden. Viele kennen das, wenn man mit Yoga anfängt, viele schlechte Gewohnheiten hören ganz von selbst auf, ohne dass man sich irgendwie bemühen müsste. Einfach geschieht dort irgendetwas sehr Positives. Aber ab und zu mal gilt es auch, wir bemühen uns, irgendetwas loszulassen, wir bemühen uns, irgendwelche Verhaftungen loszulassen und irgendwelche schlechten Angewohnheiten loszulassen. Und hier, von euch aus gesehen rechts, dort seht ihr ja ein schönes Bild von Shiva und ihr seht dort, Shiva hat in seiner linken Hand so einen Dreizack. Und der Dreizack symbolisiert durchaus auch, dass man mal mit Vehemenz an sich arbeitet, dass man auch mal mit Vehemenz seine Verhaftungen überwindet. Und dann sieht man auch noch Shiva auf einem Tigerfell sitzen. Auf einem Tigerfell sitzen symbolisiert zum einen, dass man sitzen bleibt, auch wenn man aus dem Westerwald ist und insbesondere, wenn man Teil der Meditationskursleiterausbildung ist. Aber er kommt wieder, hoffe ich. Das war jetzt fies von mir, aber irgendwo, wo ich gerade von Tiger gesprochen habe… Er wird es mir hoffentlich verzeihen. Also, das Tigerfell symbolisiert, dass wir durchaus auch mal mit Vehemenz an Dinge rangehen. Und hier sieht man auch, der Tiger sieht ja reichlich lebendig aus. Das symbolisiert auch, dass das Zerstören nicht wirklich ein Zerstören ist, sondern ein Transformieren. Vieles, was wir in uns tragen, wenn wir lernen, damit geschickt umzugehen und wenn wir es transformieren, dann wird es nachher zum Schmuck. Es gibt so viele Eigenschaften, die einen stören können, aber wir können diese Eigenschaften auch transformieren. Indem wir sie transformieren, dort werden sie zu etwas Positivem. So z.B., jeder Mensch hat scheinbar positive und scheinbar negative Eigenschaften. Aber nahezu jede negative Eigenschaft hat auch einen positiven Kern. Z.B. zweifellos, Aggressivität ist erst mal was Negatives. Ahimsa Paramo Dharma, Nicht-Verletzen ist die höchste Tugend. Nur, Aggression im Sinne – wer sich z.B. mit Astrologie beschäftigt  – ist ein Maßprinzip und ursprünglich kommt Aggression vom Lateinischen aggredere und aggredere heißt, etwas angehen. Aggression heißt dann durchaus, das Positive daran ist, wir gehen etwas an, wir tun etwas, wir bemühen uns. Und so, die zerstörerische Aggression, die riesiges Unrecht und riesiges Leid in diese Welt gebracht hat, die kann auch, wenn sie in die richtigen Kanäle gelenkt wird, viel Positives bewirken. Oder Angst, wird man auch sagen, ist erst mal etwas Positives oder was Negatives? Shivakami gibt öfters solche Seminare „Die Überwindung von Ärger und Angst“, meistens meint sie, „Umgang mit Ärger und Angst“, aber „Überwindung von Ärger und Angst“ – den Titel habe ich ursprünglich erfunden – das kommt besser an. Und ich habe auch damit angefangen und irgendwann hat sie das dann übernommen und eigentlich ist es mehr lernen, umzugehen damit. Gut, Angst, natürlich, wenn man Angst hat und deshalb sich nicht traut, Menschen anzusprechen, sich nicht traut, Aufgaben zu übernehmen, sich nicht traut… Ihr könnt euch ja selbst noch aussuchen, was. Wenn ich jetzt zu viele Beispiele gebrauche, sind mir irgendwelche Menschen böse, warum ich gerade sie herausgreife, obgleich ich niemanden konkret herausgreifen will, außer, eben habe ich einen herausgegriffen. Aber die, die ich nicht mit Namen genannt habe, greife ich jetzt nicht heraus. Also, die Angst kann einen davon abhalten, das zu tun, was in einem angelegt ist, dass zur Entfaltung zu bringen, was in einem angelegt ist. Aber Angst an sich ist auch nichts Schlechtes. Angenommen, wir hätten überhaupt keine Angst, dann würde man vielleicht zu wagemutig sein, dann würde man vermutlich nicht mehr als ein paar Tage überleben. Und dann hat man zwar keine Angst gehabt, aber man muss sich bald einen neuen Körper suchen, um dann irgendwo an seiner Evolution weiter zu arbeiten, wenn man an Reinkarnation glaubt, wie ich das tue. Westerwald ist wieder da, wie vollzählig. Die Nordsee sitzt auch vollzählig da. Wo ist der zweite von der Nordsee? Hier. Können jetzt gerade mal beide Westerwäldler mal aufstehen? Ich hoffe, dass der andere da ist. Ja, der ist da. Er hat ja vorher auch gesungen. Und beide Nordseeler mal aufstehen, von unserem Ashram an der Nordsee. Florian macht die Yogalehrerausbildung und Devani die Meditationskursleiterausbildung und die beiden Westerwaldmitarbeiter machen die Meditationskursleiterausbildung.

Also, Angst kann aber auch was Positives sein. Es gilt, sie so zu transformieren, dass es ein Schmuck ist, und es gilt, mit der Angst so umzugehen, dass sie eben nicht etwas Bedrohliches ist, wo wir über irgendwelche Ängste bis zur Paranoia uns und anderen das Leben schwer machen. Shiva als Zerstörer.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Shiva, Vishnu und das Quirlen des Milch-Ozeans

Ich erzähle euch noch eine letzte Geschichte. Das ist eine Geschichte von Dämonen und Engelswesen. Dämonen, Asuras, und die Engelswesen, die Devas. Die Devas und die Asuras waren immer dabei, sich gegenseitig zu bekämpfen. Eines Tages dachten die, ist doch dumm, dass wir unsere Kräfte so verschwenden, indem wir uns gegenseitig bekämpfen. Es wäre doch viel klüger, wir tun mal was zusammen. Und dann dachten alle zusammen: „Ist eine gute Idee. Wäre doch eine schöne Sache, wir quirlen den Milchozean.“ Denn, wenn man den Milchozean quirlt, erhält man den Nektar der Unsterblichkeit. Und so nahmen sie Ananta, die Weltenschlange, und wandten sie um Meru, den Berg in der Mitte der Welt. Und die Devas waren an der einen Seite, die Asuras an der anderen und mal zogen die Devas, mal zogen die Asuras, und dabei drehte sich der Meru im Milchozean. Aber schon nach kurzer Zeit drohte der Berg Meru, im Meeresboden zu versinken. Also beteten die Devas und die Asuras zu Vishnu, und Vishnu manifestierte sich als Kurmasana, als Schildkröte. Und so wurde dann der Meru auf die Schildkröte draufgesetzt und dann machten sie weiter und quirlten den Milchozean. Während sie den Milchozean quirlten kamen alle möglichen wunderschönen Dinge dabei heraus. Es kam Geschmeide und wunderschöne Juwelen und dann kam der Elefant Airavata, dann kam Lakshmi als besonderer Segen, dann kamen alle möglichen wunderbaren Dinge. Und während sie weiter quirlten, kam plötzlich das grässliche Gift Halahala. Und dieses grässliche Gift Halahala drohte, die ganze Welt zu zerstören. Daraufhin riefen die Dämonen und die Devas, vor allem die Devas, riefen, „Shiva“ und sagten: „Oh Shiva, hilf uns.“ Dann manifestierte sich Shiva und mit der Kraft seiner göttlichen Mantras zog er dieses Gift in seine Hände, er schluckte dieses Gift, und dieses Gift, welches alle drei Welten zerstört hätte, färbte Shivas Kehle blau, bzw. dunkel, weshalb Shiva den Beiname bekam, Nilakanta, der, mit der dunklen Kehle. So quirlten die Devas und die Asuras weiter und irgendwann kam dann der Nektar der Unsterblichkeit. Jetzt in verschiedenen Puranas und anderen Geschichten geht die Geschichte jetzt unterschiedlich aus. Ich erzähle es euch jetzt so, wie ich persönlich es am schönsten finde, was aus einer weniger bekannten Purana stammt. Die Devas und die Asuras tranken von dem Nektar der Unsterblichkeit, sie verschmolzen miteinander und erkannten die höchste Wahrheit. Es gibt noch andere Versionen. In einer spielt Mohini eine gewisse Rolle. In der anderen spielt dann der Dhanwantari eine gewisse Rolle, der dann den Nektar der Unsterblichkeit selbst bekam und bevor er den an die Devas und die Asuras gab oder an die Devas gab, nahm er einen Teil und daraus wurde dann das Wissen des Ayurveda, aus ein paar Tropfen daraus wurde dann die Heilkraft des Ayurveda. Also, es spielt in verschiedenen Traditionen eine Rolle.

Diese Geschichte ist natürlich die Geschichte von uns. Wir haben Devas und wir haben Asuras, die guten Eigenschaften, wie auch die schlechten Eigenschaften. Jetzt kann man sein ganzes Leben damit verbringen, mit sich selbst zu kämpfen. Oder man kann schauen, können wir nicht die Kräfte bündeln auf ein gutes Ziel hin, z.B. die Selbstverwirklichung. Aber damit die Asuras damit einverstanden sind, müssen sie auch etwas davon haben, ist ja auch etwas Egoistisches. Und so, wenn wir Yoga praktizieren, da sagen wir ja nicht nur, wir wollen die höchste Selbstverwirklichung erreichen, sondern es hilft auch für Gesundheit, hilft auch, um mehr Energie zu haben, man bekommt mehr Ausstrahlung. In alten indischen Werken wird dann öfters auch gesagt, es steigert die Potenz im Mann, das interessiert die Männer sehr, es macht die Schönheit der Frauen größer. Frauen, die Yoga üben, werden attraktiver. Auch auf diesen Ebenen kann eine Menge geschehen und außerdem bekommt man mehr Zugang zu seinen inneren Kräften. Also, irgendwo gemischte Motivation. Devas und Asuras werden angesprochen und dann quirlt man den Milchozean. Was ist der Milchozean? Es ist letztlich unser Geist und unser Prana, denn dort sind alle Schätze drin vergraben. Wie quirlen wir das? Wir nehmen eine Schlange und winden sie um einen Meru. Meru ist die feinstoffliche Wirbelsäule, Sushumna, mit allen Chakras. Die Schlange ist letztlich die Kundalini, die wir aktivieren mittels verschiedener Hatha Yoga Techniken, Pranayama Techniken, und so kommen alle möglichen Dinge. Natürlich, wir brauchen auch eine Basis und da ist Vishnu die Schildkröte. In Bhakti Traditionen heißt das, eine Grundhingabe ist die Basis, das überhaupt alles passieren kann. Im Hatha Yoga wird manchmal gesagt, dass Asanas die Schildkröte sind. Wenn wir alle möglichen Energiepraktiken und Meditationspraktiken machen, müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu sehr abheben, dass wir nicht zu luftig werden, sondern dass wir die Erdung behalten. Und für diese Erdung, dass wir eine gute Erdung haben, da gibt es dann nichts Besseres als Asanas. Regelmäßige Asana-Praxis hilft, eine Festigkeit, eine Erdung auch zu bekommen. Und das ist dann eine gute Grundlage und auf der kann man dann den Milchozean quirlen. Dann kommen alle möglichen wunderschönen Dinge und Effekte. Wie ihr ja wisst, wenn man mit Hatha Yoga beginnt, alle möglichen schönen Erfahrungen macht man. Und dann kommt irgendwann das Gift Halahala. Und da gibt es wiederum verschiedene Interpretationen davon. Eine Interpretation ist auch, die verschiedenen Reinigungserfahrungen, die dort kommen. Eine andere Interpretation ist, das ist dann irgendwann das Ego, das kommt und sich identifiziert. „Ah, ich kann so tolles Pranayama machen, ich mache so tolle Asanas, keiner macht es so gut wie ich und keiner ist demütiger als ich.“ Also, unser Geist identifiziert sich und dieses Ego ist dann wie das Gift, welches alles zu zerstören droht. Und dann hilft nur eins, Gebet. Wenn man erkennt, da ist ein Ego, da müssen wir uns ganz an Gott wenden und sagen: „Bitte hilf mir.“ Und wenn wir uns ganz an Gott wenden, dann kommt diese Hilfe und dann werden wir demütig und dann trinkt Gott dieses Gift von Hala Hala. Dann kommt irgendwann der Nektar der Unsterblichkeit, höhere Samadhi-Erfahrungen, und dann verschmelzen die vorher scheinbaren guten wie schlechten Eigenschaften und es gibt nur noch Eigenschaften, die im Dienst der höchsten Wahrheit da sind.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Shiva und Parvati: Wie Hatha Yoga in die Welt gekommen ist

Shiva, Parvati und GaneshaParvati, wörtlich die helle, die lichtvolle, ist der weibliche Aspekt von Shiva. Parvati und Shiva gelten als das göttliche Paar. Die meisten der Schriften des Tantra sind geschrieben in Dialogform zwischen Parvati und Shiva. Manchmal stellt Shiva der Parvati Fragen und Parvati antwortet. Manchmal stellt Parvati dem Shiva Fragen und Shiva antwortet. Shiva und Parvati sind seit unendlichen Zeiten ein Paar und symbolisieren die Einheit der Polaritäten, also von männlich und weiblich, von Sonne und Mond, von Tag und Nacht, von Aktivität und Passivität.

Parvati steht dabei für das Weibliche, das Helle, das Aktive, das Schöne, den Mond.

Shiva steht für das Männliche, das dunkel-Geheimnisvolle, das Wilde, die Sonne – aber auch für den ruhenden Pol.

ShivaDer weibliche Pol von Shiva ist eigentlich Shakti, die kosmische Energie. Shakti verkörpert sich zunächst Sati  – und wurde die erste Gemahlin von Shiva. Dann löste sich Sati wieder auf in einem Feuer. Und dann inkarnierte sich Shakti auf Wunsch der Devas, der Engel, wieder, dieses Mal als Parvati, als Tochter  von Himavan, des Himalaya. Wie das geschehen ist, siehe im Blogbeitrag Parvati, Gemahlin von Shiva >>>

Jetzt folgt die Geschichte, wie Hatha Yoga in die Welt gekommen ist. Es ist eine Geschichte aus dem Tantra, eine Geschichte von Parvati und Shiva. Diese Geschichte um Parvati und Shiva wird hier als Live-Mitschnitt eines Vortrags von Sukadev wiedergegeben:

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, wie Parvati von Shiva Hatha YOga gelernt hat. Dies ist eine Geschichte, die aus dem weiten Kontext des Kundalini Yoga stammt.Die Geschichte will beschreiben: wie kam Hatha Yoga in diese Welt?

Zu Beginn des Kali Yuga waren Parvati und Shiva, das göttliche Paar, zusammen auf einer Insel im großen Ozean. Und die Parvati ging zu Shiva und sagte: „Oh Geliebter, demnächst beginnt das Kali Yuga, das dunkle Zeitalter. Die Menschen werden nicht mehr so praktizieren können wie vorher. Ihr Geist wird sehr grobstofflich sein und es wird ihnen schwerfallen, zu meditieren. Ihr Körper wird voller Krankheiten sein und sie werden sich mehr um die Gesundheit ihres Körpers kümmern als um anderes. Sie werden Schwierigkeiten haben, ihre Pflichten zu erfüllen, weil sie zu wenig Energie haben. Sie werden auch nicht den Enthusiasmus haben, sehr intensiv ihren Geist zu beherrschen. Im Gegenteil, ihnen wird die Herrschaft über den Geist ausgesprochen schwerfallen, ihr Geist wird voller Wünsche sein. Was, Oh Shiva, können Menschen im Kali Yuga machen, um trotzdem zügig zur Verwirklichung zu kommen?“ Dann sagte Shiva zu Parvati voller Enthusiasmus: „Oh Parvati, im Kali Yuga ist Hatha Yoga ganz besonders gut. Menschen werden voller Krankheiten sein. Hatha Yoga wird ihnen helfen, die Krankheiten loszuwerden, einen gesunden Körper zu haben. Menschen werden wenig Energie haben. Hatha Yoga wird ihnen viel Energie geben, sodass sie ihre Pflichten erfüllen können und weiter enthusiastisch spirituell streben können. Den Menschen wird es schwerfallen, ihren Geist zu beherrschen, sie werden voller Wünsche sein. Hatha Yoga wird die höheren Chakras öffnen, so wird der Geist auf höhere Ebenen kommen und nahezu anstrengungslos wird der Geist zur Ruhe kommen. Es gibt kaum etwas anderes, was Menschen so schnell gerade im Kali Yuga zu einer Ruhe des Geistes und einer Freude verhelfen kann als Hatha Yoga. Die Menschen werden grobstofflich sein und am Körper fasziniert. Daher wird Hatha Yoga mit dem Grobstofflichen, mit dem Körper beginnen. Und über diese Praxis des Hatha Yoga wird das Prana auf höhere Ebenen kommen, die höheren Chakras werden aktiv, die höheren Wünsche werden doch aktiver und sie kommen  zu tiefer Meditation und zur Verwirklichung. Darum, Oh Parvati, ist Hatha Yoga für dieses Kali Yuga ganz besonders geeignet.“ Dann bat Parvati, dass Shiva ihr zeigen möge, wie dieses Hatha Yoga geht. Und Shiva zeigte der Parvati  alle 8.400.000 Asanas. Darunter die zwölf Hauptgrundstellungen, die vierundachtzig Hauptasanas mit den dreihundert Variationen und den weiteren knapp 8.400.000 Asanas. Shiva zeigte der Parvati alle Mudras und alle Bandhas und alle Kriyas und Parvati schlief ein. Das war didaktisch nicht so geschickt gewesen. Als Shiva mit seiner Vorführung abgeschlossen hatte, dort entdeckte er, dass Parvati dabei eingeschlafen war. Jetzt gibt es verschiedene Versionen von der Geschichte. Aber Parvati, als sie merkte, sie war müde, hatte bemerkt, dass dort ein Fisch an der Insel war und der schaute die ganze Zeit dem Shiva zu. Und dieser Fisch war in einem früheren Leben ein großer Meister gewesen. Und er hatte sich in diesem Leben als Fisch inkarniert, sodass er die Vorführung von Shiva an Parvati mitbekommen konnte, sodass er den Yoga der Menschheit weitergeben konnte. So gab Parvati diesem Fisch menschliche Gestalt, nannte ihn Matsyendranath.  Parvati beauftragte Matsyendranath, dass er dieses Hatha Yoga der Menschheit weitergeben würde. Und so gilt Shiva als der erste Guru des Hatha Yoga, Parvati, in manchen Traditionen, als die zweite, und Matsyendranath als der erste menschliche Guru. Nach Matsyendranath ist übrigens auch Matsyendrasana benannt, der Drehstiz.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Anmerkungen zu Parvati:

Parvati ist heute ein weitverbreiteter Name in Indien. In Südindien schreibt man auch Parvathi. Es gibt Schauspielerinnen, Politikerinnen, Beauty Queens mit dem Namen Parvati. In Indien ist es nämlich üblich, Kinder nach Göttern und Göttinnen zu benennen. So hofft man, den Segen Gottes und der Göttin herabzurufen. Und da Parvati ein besonders segensreicher Aspekt der göttlichen Mutter ist, erhalten insbesondere in Shaiva und Shakta Familien die Töchter den Namen Parvati.

Kali tanzt auf Shiva - vor wießem HintergrundParvati gilt als freundlicher Aspekt von Durga. Durga ist die göttliche Mutter, reitend auf einem Tiger. Obgleich Durga als weiblicher Aspekt Shivas bezeichnet wird, gibt es sehr wenige Darstellungen von Durga und Shiva zusammen. Durga manifestiert sich auf zweierlei Art: Als Parvati – dann ist sie freundlich und segensreich. Und als Kali – dann ist sie furchterregend – aber auch segensreich. Sowohl Parvati als auch Kali werden meist zusammen mit Shiva zusammen dargestellt.

Parvati und Shiva können auch miteinander verschmelzen. Dann entsteht Ardhanishwara – Gott der aus zwei Hälften besteht: Die eine Hälfte hat die Charakteristika von Shiva, mit dunkelblauer Haut, Schlange, Tigerfell, Trommel, Dreizack etc. Die andere Hälfte hat die Charakteristika von Parvati, mit hellrosa Haut, schöner Kleidung, Schmuck etc.

Durga_paintingObgleich viele Inderinnen den Namen Parvati bekommen und Shiva oft mit Parvati zusammen dargestellt wird, gibt es wenige Mantras und Kirtans, in denen Parvati erwähnt wird. Es gibt viel mehr Durga und Kali Mantras. Parvati ist eben meist hauptsächlich zusammen mit Shiva wichtig. Dagegen sind Durga und Kali in manchen Mythen wichtiger als Shiva – und werden auch alleine verehrt.

Hier noch eine Geschichte, wie Parvati zur Gemahlin von Shiva wurde – und Subrahmanya in die Welt kam:

Shiva Lingam – Symbol für Meditation

Dann kommen wir nochmals auf diesen meditativen Aspekt von Shiva. Er meditiert. Und in dieser Meditation symbolisiert er wieder die Erfahrung der Einheit. Und da gibt es auch noch eine abstrakte Darstellung von Shiva, zwischen Ganesha und Krishna seht ihr dort Shiva Lingam. Und Shiva Lingam hat ein senkrechtes Element und ein waagrechtes Element. Es sieht letztlich so aus wie einer, der meditiert. So die Beine so weit und der Oberkörper nach oben. Und das kann man zum einen sagen, das symbolisiert eine Einheit, man kann auch sagen, es symbolisiert die Einheit zwischen dem waagrechten und dem senkrechten Prinzip, symbolisiert die Einheit zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, zwischen Shiva und Shakti, Bewusstsein und Welt, es symbolisiert aber auch so etwas wie eine zweifache Bestimmung des Menschen. Die eine ist, so alles, was in dieser Welt ist, zu nutzen und nach oben auszurichten, sodass wir das Göttliche erfahren können und eins werden davon. Und zum anderen, dass wir uns nach oben hin öffnen, von oben Segen, Licht und Kraft in uns hineinströmt und wir diesen Segen, Lichtkraft, Liebe in alle Richtungen weiter ausstrahlen. Und so, zum einen gilt es, zum Höchsten zu kommen, und zum anderen, unsere Mission in dieser Welt zu leben. Und für beides brauchen wir die Meditation. Wir brauchen die Meditation, um uns zu sammeln und nach dem Höchsten auszurichten. Wir brauchen die Meditation, um wirklich zu einem Kanal zu werden, wirklich zu spüren: „Ich bin verbunden mit diesem Göttlichen. Ich bin ein Kanal dieses Göttlichen.“ Oder mindestens: „Ich bitte darum, es zu werden, und ich spüre es mindestens etwas.“ Und manchmal spürt man es umso mehr, umso stärker, umso machtvoller.

Und so wollen wir einen Moment lang in die Meditation gehen, um einen Moment lang dieses Göttliche zu spüren. Und ihr bleibt ganz bewegungslos sitzen für zwei Minuten. Ich möchte euch wirklich bitten, die zwei Minuten sitzen zu bleiben, um die Meditation der anderen nicht zu stören. Zwei Minuten müsstet ihr noch haben. Zwei Minuten Stille, Gefühl der göttlichen Gegenwart, Erfahrung der göttlichen Gegenwart, Bewusstheit der göttlichen Gegenwart.

(unbearbeitete Niederschrift eines Vortrags von Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg)